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Welche Internet-Bandbreite wird benötigt, um Telefonate über einen SIP-Account führen zu können?

Zur Sicherstellung einer hohen Übertragungsqualität ist ein ausreichend dimensionierter Breitbandzugang erforderlich.

Wie viel Bandbreite benötigt ein VoIP-Telefonat?

Ein einzelnes VoIP-Telefonat benötigt in der Regel 80 is zu 150 kBit/s – sowohl im Download als auch im Upload. Um herauszufinden, ob Ihre Bandbreite ausreicht, überlegen Sie, wie viele Telefonate bei Ihnen gleichzeitig geführt werden könnten.

Rechenbeispiel:

  • Pro Telefonat: 150 kBit/s in beide Richtungen
  • 10 Mitarbeiter telefonieren gleichzeitig: 1,5 MBit/s Upload und Download nötig

Während der Download bei den meisten Internetanschlüssen kein Problem ist, ist der Upload oft der Engpass, besonders bei älteren ADSL-Anschlüssen.


Der Flaschenhals: Upload-Geschwindigkeit

Die Download-Geschwindigkeit ist bei ADSL-Anschlüssen (z. B. DSL 3000 mit 3000 kBit/s) oft ausreichend für viele Telefonate. Doch die Upload-Geschwindigkeit (z. B. 380 kBit/s) reicht oft nur für 2 parallele Gespräche.

Wenn Sie mehr Upload-Bandbreite benötigen, könnte ein SDSL-Anschluss eine Lösung sein. Hier sind Upload und Download gleich schnell, z. B. 3000 kBit/s in beide Richtungen. Damit wären 20 parallele Telefonate möglich. Allerdings sind SDSL-Anschlüsse teurer und werden meist in größeren Unternehmen eingesetzt.


Bandbreite für VoIP und andere Anwendungen

Denken Sie daran: Ihre Internetleitung wird nicht nur fürs Telefonieren genutzt. E-Mails, Videostreams oder Downloads brauchen ebenfalls Bandbreite. Achten Sie darauf, genügend Puffer einzuplanen.

Eine hilfreiche Technik ist Quality of Service (QoS). Dabei wird sichergestellt, dass VoIP-Telefonate Vorrang vor anderen Anwendungen haben. Viele Router, z. B. die FRITZ!Box, unterstützen QoS automatisch.


Was tun, wenn die Bandbreite nicht ausreicht?

Falls die Bandbreite kurzfristig knapp wird, wird Ihr Gespräch nicht unterbrochen. Stattdessen kann die Qualität abnehmen, z. B. durch Verzögerungen. Moderne VoIP-Systeme optimieren dies, indem die Übertragung des Teilnehmers, der gerade nicht spricht, pausiert wird.


Tipp: Bandbreite testen und optimieren

Messen Sie die Geschwindigkeit Ihrer Internetleitung, z. B. mit einem Bandbreitenrechner der Bundesnetzagentur. Testen Sie an verschiedenen Arbeitsplätzen, besonders bei WLAN-Verbindungen. Unterschiede zwischen den Standorten können die Leistung beeinflussen.


Fazit

Wählen Sie Ihren Internetanschluss entsprechend Ihrer Telefonie- und Internetnutzung. Prüfen Sie die Upload-Bandbreite, planen Sie ausreichend Puffer ein und nutzen Sie QoS, um Internettelefonie störungsfrei zu machen. So steht einer reibungslosen VoIP-Nutzung nichts im Weg!

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